Flughafen München - Fuge mit KKS

Überblick Baustelle

links Parkhaus P20, rechts Zentralbereich

gestockt

Seitenfläche der Decke wurde durch Stocken für KKS aufgeraut

Bandanoden

auf gestockter Deckenseitenfläche

feingefräst

Deckenoberseite mit Feinfräse für KKS aufgeraut. Lokal Minderdeckungen.

aufgedoppelt

Minderdeckungen vor KKS-Montage mit PCC-Mörtel kompensiert

abgestimmt

KKS-Bandanoden auf Deckenoberseite mit Montage der Dübel für Fugenprofil abgestimmt

mehrlagig

KKS-Bandanoden in PCC-Mörtel, darauf Sockel aus Stahlbeton für Fugenprofil mit integriertem präventivem KKS

präventives KKS

direkt in Sockel aus Stahlortbeton eingebaut

schwer zugänglich

mit Diskretanoden geschützter Brückenbereich

elegant

von der Rückseite eingebohrte Diskretanoden

unter laufendem Betrieb

Schutz der Stützen unter defekter Fuge

wirklich diskret

Bohranoden unter laufendem Betrieb kaum störend

Aufgabenstellung

  • tausalzinduzierte Korrosion in defektem Fugenbereich
  • Überwachung der Instandsetzung mittels KKS

Projektbegleiter

  • Bauherr: Flughafen München
  • Auftraggeber: Obermeyer Planen und Beraten München
  • Statik: Obermeyer Planen und Beraten München

Projektbeschreibung

Zwischen Parkhaus P20 und Zentralbereich fand sich eine defekte Fuge in der Deckenkonstruktion. Hier drang tausalzhaltiges Wasser ein und führte zu einer Bewehrungskorrosion.

concrete concepts hatte die Aufgabe der Überwachung des KKS, samt Prüfung der ausführungsseitigen Ausführungsplanung. Die besondere Problematik bestand hierbei in der erschwerten Zugänglichkeit der zu schützenden Bauteile/ Flächen. Ein Betonersatz fiel hier auf Grund der exponierten Lage (Lärm, Schmutz, Schutzbedarf) aus.

Das Schutzkonzept konnte, anders als sonst üblich, erst im Zuge der Ausführung gemeinsam entwickelt werden. So zeigte sich, dass die Decken extrem hohe Bewehrungsgehalte aufwiesen, sodass nur bereichsweise eingebohrte Diskretanoden zum Einsatz kommen konnten, die hier grundsätzlich im Fugenbereich prädestiniert gewesen wären. Stattdessen mussten auf den zugänglichen Flächen Bandanoden verbaut werden. Entlang nicht erreichbarer Flächen musste die Zugänglichkeit zunächst durch partiellen Abbruch hergestellt werden, bevor auch hier Bandanoden verwendet werden konnten. Auf die mittels KKS geschützte Deckenoberseite musste ein neuer bewehrter Stahl­betonsockel zur Aufnahme des Schwerlastfugenprofils gebaut werden. Um auch dieses für den Fall später erneuerter Leckagen zu schützen, wurde ein präventives KKS zwischen die Bewehrung vor Betonage eingebaut.

Eine Herausforderung bestand hier u.a. in der Abstimmung zwischen KKS und Fugenprofil, um Kurzschlüsse und Schäden des sehr dicht verbauten KKS durch Bohrungen für das Fugenprofil zu vermeiden. Insgesamt wurde dieses Problem durch die enge technische und terminliche Kooperation zwischen Bauherrn, Generalunternehmer, KKS-Ausführendem und dem concrete concepts als Berater und Überwacher für das KKS erfolgreich realisiert.

Besonderheiten

  • Konzeption KKS unter laufender Ausführung
  • Abstimmung KKS und Fugenprofil 
  • Ausführung unter Betrieb 
  • präventives KKS

Ansprechpartner

Für weitere Fragen zum Projekt steht Ihnen gerne Herr Dr. Sascha Lay zur Verfügung.