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Tiefgarage einer WEG: IST-Zustand und Instandsetzungskonzept

In der Tiefgarage einer WEG (Baujahr 2001) mit 100 Parteien im Zentrum Münchens wurden im Rahmen einer Reinigung Trennrisse in der beschichteten Geschossdecke festgestellt. Hierdurch bestand die Gefahr, dass im Winter eindringende tausalzhaltige Wässer Bewehrungskorrosion verursachen und somit langfristig die Trag- und Gebrauchstauglichkeit der Tiefgarage gefährden.

In einem ersten Schritt wurden der Verlauf und die Breite der Risse sowie deren Bewegungen untersucht. Die Rissursache lag primär in unterschiedlichen Setzungen der Tiefgarage und der angrenzenden Wohngebäude, aber auch in behinderten Temperatur- und Schwindverformungen. Anschließend wurden entlang aller Risse Potentialfeldmessungen (CANIN) durchgeführt und das Potential an charakteristischen Stellen mit der Chloridverteilung, der Betondeckung (Profometer ScanLog v5) und dem Korrosionszustand an Öffnungsstellen in Beziehung gesetzt, wodurch die Lage von Korrosionsherden zielsicher eingegrenzt werden konnte.

Als Entscheidungshilfe für die WEG wurden drei Instandsetzungskonzepte inkl. Kostenschätzung erarbeitet und hinsichtlich der Erfolgsaussichten, Kosten, Lärmemission und Nutzungseinschränkung bewertet. Neben dem Schließen der Risse durch PUR-Injektion wurden für die Korrosionsherde folgende Instandsetzungsprinzipien gemäß RILI-SIB betrachtet: klassischer Betonersatz (R2-Cl), Prinzip W-Cl und kathodischer Korrosionsschutz (KKS) mit Diskretanoden.

 

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