| Ermittlung des Korrosionspotentials mit dem CANIN

Wenn die Passivschicht der Bewehrung zerstört wird, d.h. die Bewehrung korrosionsbereit vorliegt, verändert sich das Korrosionspotential. Zur Ermittlung des Korrosionspotentials setzen wir die Potentialfeldmessung mit einer Cu/CuSO4-Referenzelektrode des Systems CANIN (PROCEQ S.A., Schweiz) ein. Das Untersuchungsraster wird der Aufgabenstellung angepasst. Üblich ist die Ermittlung in einem Raster mit einem Abstand von 0,1 bis 1,0 m. Ca. 10 Minuten vor Beginn der Messungen müssen die Messstellen mit Wasser genässt, um eine elektrolytische Ankopplung der Referenzelektrode zu ermöglichen.

Die Auswertung der Messungen erfolgt üblicherweise graphisch, d.h. die Messwerte werden durch Zuordnung von charakteristischen Farben in bestehende Pläne übernommen. Mit Hilfe statistischer Auswertemethoden können das kritische Potential abgeschätzt werden und es kann die derzeit korrodierende Fläche berechnet werden. An ausgewählten Öffnungsstellen können durch die Bewertung der tatsächlichen Schädigung der Bewehrung diese Ergebnisse zugeschärft werden. Insgesamt stellt diese Methode einen wichtigen Baustein zur Optimierung von Untersuchungen und der Planung von Instandsetzungen dar.

 

Einsatzmöglichkeiten der Messmethode:

- Flächenscan von Betonflächen; einfache Ermittlung des Korrosionspotentials

- Ermittlung von Flächen mit aktiver Korrosion

- Optimierung weiterer Messmethoden, z.B. Wahl der Stellen zur Entnahme von Bohrmehl

- Optimierung der zu instand setzenden Bereiche durch zielgerichtetes Auffinden derzeit korrosionsaktiver Bereiche

- Übernahme der Daten in die Lebensdauerbemessung zur Ermittlung des zukünftigen